Leopoldstadt zum Spielen oder der Prater-Expander

Wie schon im letzten Jahr setzt sich die Klasse "Lernbaustelle" des ZIS Holzhausergasse auch in diesem Jahr wieder mit ihrer direkten Umgebung, dem 2. Bezirk, auseinander.Ausgehend vom, alle Jugendlichen faszinierenden, Prater beschäftigen wir uns im Rahmen eines Kunstprojekts mit dem Spiel im öffentlichen Raum.

Das Projekt "Leopoldstadt zum Spielen" oder "Der Prater-Expander" wird im Rahmen von Culture Connected gefördert und findet in Zusammenarbeit mit den KunstvermittlerInnen des Wienmuseums statt.Grundidee ist, Bewegungsspiele, die heute nur mehr in dafür vorgesehenen Zonen, wie Parks und "Käfigen" stattfinden dürfen, wieder in den öffentlichen Stadtraum zu holen.
Außerdem soll ein Mapping entstehen, wo mögliche Spielorte im öffentlichen Raum des 2. Bezirks eingezeichnet werden.

Angeregt wurden die SchülerInnen auch durch die Teilnahme an Word-up, ihr Kinderrecht auf Spiel und Teilhabe am öffentlichen Raum zu thematisieren und einzufordern.Die Jugendlichen stellten daher zuerst mit Mitteln der Collage Verbindungen zwischen Prater und Leopoldstadt her. Dann schauten wir uns im Wienmuseum alte Darstellungen von Spielen an (z.B. Breughel), die allesamt im Stadtraum stattfanden. Wir probierten die Spiele aus, die den Jugendlichen größtenteils unbekannt waren und gingen sodann im Bezirk auf die Suche, nach Plätzen, die für die jeweiligen Spiele geeignet sind (Ball-, Murmel-, Hüpfspiele usw.).Wir wurden fündig und verteilten nun selbst geschriebene Spielanleitungen an den jeweiligen Orten. Diese Plätze halten wir nun in einem speziellen Plan des 2. Bezirks fest.Vielleicht könnte dieses Mapping eine Anregung sein, auch offiziell im öffentlichen Raum Plätze als "Spielzonen" zu markieren.

Im Vorfeld dieser Rückeroberung des öffentlichen Raums, fand eine Auseinandersetzung mit dem Prater statt, der heuer sein 250jähriges Jubiläum feiert. Die Jugendlichen lernten im Pratermuseum die Funktionsweise einer Laterna magica kennen und wählten sie als ihr Präsentationsmittel für das gesamte Projekt aus. Nach dem Bau einer kleinen Laterna magica aus einem Bastelbogen, beschlossen wir eine eigene, große Laterna für unsere Präsentationen zu bauen. Diese wird im März dem Wienmuseum für ihre Vermittlungsarbeit anlässlich des Praterjubiläums zur Verfügung gestellt.Zur öffentlichen Projektpräsentation am 7.4. um 9.30 Uhr im Wienmuseum sind alle Interessierten herzlich einladen.